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Lebenslauf (Zusammenfassung)

Carlos María ROMEO CASABONA
cromeo@genomelaw.deusto.es
Geboren in Zaragoza, Spanien (1952).

Berufliche Tätigkeit. Seit 1988 ist er in Vollbeschäftigung o. Professor für Strafrecht, seit 1996 ist er in dieser Funktion an der Universität des Baskenlandes angestellt. Er hat den Interuniversitären Lehrstuhl für Recht und das Menschliche Genom der Stiftung BBVA und der Provinzregierung von Bizkaia inne, der seit 1993 an der Universität Deusto existiert und seit 1997 auch an der Universität des Baskenlandes.

Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dozent und Professor an der Universität von Zaragoza (1974-1987), Professor für Strafrecht (1988-1996), Gründer und Direktor des Zentrums für Kriminologische Studien (1990/1996) sowie Dekan der Juristischen Fakultät (1991-1994) an der Universität von La Laguna.

Er war stellvertretender Richter am Oberlandesgericht Zaragoza (1987/88).

Studien und Auslandsaufenthalte. Abschluss des Jurastudiums (1974), Doktor in den Rechtswissenschaften (1980), Doktor in Medizin (1991) an der Universität Zaragoza, Diplomstudiengang in Kriminologie (1974) an der Universität Complutense in Madrid.

Auslandsaufenthalte zur Erweiterung seiner Ausbildung und zu Forschungszwecken: an den Universitäten Bonn, München, Lüneburg, Paris II und Stanford (California), am Max Planck Institut für Strafrecht in Freiburg im Breisgau und am Kennedy Institute of Ethics (Georgetown University, Washington, D.C.).

Forschungsarbeiten. Seine Forschungen berühren Gebiete wie die Dogmatik im Strafrecht (z. B. die Theorie des Verbotsirrtums, die Einwilligung im Strafrecht, gefährliches Verhalten und präventives Strafrecht, subjektive Elemente des Verbrechens –vorsätzlich oder fahrlässig–, der Straftatbestand der unterlassenen Hilfeleistung, Schuldfähigkeit, typische Verhaltensweisen bei Gewissensfragen), die kriminelle Gefährlichkeit und das Strafrecht, das Strafrecht und die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, das Strafrecht und die Biomedizin, Recht in Genetik und Biotechnologie, etc.

Er leitete mehrere Forschungsprojekte, einige davon laufen noch, im Auftrag der Ministerien für Erziehung und Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Wissenschaft und Technologie der Regierungen der Kanarischen Inseln, des Baskenlandes (zusammen 10), der Europäischen Kommission (spanischer Koordinator in 8) sowie Mitarbeiter in drei weiteren. Für den Europarat arbeitete er an der Verwirklichung eines kollektiven Projekts zum Thema Le Medecin et les Droits de l'Homme, (CEDAM, Padova, 1990); außerdem leitete er und hielt den Hauptvortrag des XXII Kolloquiums für Europäisches Recht zum Thema "Strafrechtliche und zivilrechtliche Verantwortlichkeit im Beruf" (La Laguna, 1992).

Es wurden ihm vier sechsjährige Forschungstätigkeiten (1976-1999) von der Nationalen Bewertungskommission für Forschungsarbeiten anerkannt. Darüber hinaus hat ihm die Universität des Baskenlandes neun Lehr-, Forschungs- und Arbeitsbereiche (das zulässige Höchstmaß) zugestanden, was ihn als “hervorragenden Professor“ dieser Universität auszeichnet.

Lehrtätigkeit. Normalerweise lehrt er über Strafrecht (Allgemeiner und Spezieller Bereich), Genetik und Strafrecht, Bioethik, Recht und Menschliches Genom, Cyberstraftaten. Ihm wurden sechs fünfjährige Lehrtätigkeiten anerkannt.

Ausbildung und Erfahrung im Fern- und virtuellen Unterricht: Ihm wurde die Befähigung zum on-line Unterricht und on-line Tutorium an der Universität des Baskenlandes zuerkannt. Er ist stellvertretender Direktor, Koordinator (für die Rechtsabteilung) und Lehrer des interuniversitären Postgraduierten-Studiengangs „Bioethik on-line“ an der Universität der Kanarischen Inseln (2003-05; außerdem an der Universität des Baskenlandes 2005-07). Er gibt verschiedene Vorlesungen im virtuellen Campus der Universität des Baskenlandes (seit 2001). Darüber hinaus war er an verschiedenen Postgraduierten-Studiengängen im Rahmen virtueller und direkter Gesprächsrunden mittels Radio- und Bildübertragungen der Fernuniversität UNED beteiligt.

Er hat an europäischen und internationalen Postgraduierten-Programmen teilgenommen. Er war Mitglied zwei Promotionskommission in Deutschland (Universität Lüneburg, 2004). Außerdem war er Gastprofessor an verschiedenen europäischen, lateinamerikanischen und asiatischen Universitäten.

Er hat vierzehn Doktorarbeiten als Doktorvater begleitet.

Berater- und Gutachtertätigkeiten. Er arbeitete und arbeitet gegenwärtig als Experte mit dem Justizministerium, dem Gesundheitsministerium, der Weltgesundheitsorganisation WHO, der UNESCO, dem Europarat und der Europäischen Kommission (Generaldirektion XII) zusammen. Er war wissenschaftlicher Berater des Italienischen Ministeriums für Forschung und Universitäten, Gutachter der nationalen Behörde für Marktforschung (ANEP), des Forschungsfonds für Gesundheitsfragen FIS (1995-98), Mitglied der Beratergruppe für Rechtsfragen der nationalen Bewertungskommission für Forschungsarbeiten (1998/00).

Auf Einladung der Europäischen Kommission und des Europarates beteiligte er sich im Rahmen des Programms "Task Force Albania" an einem Beraterstab, der den Justizminister und das Parlament der Demokratischen Republik Albanien bei der Verfassung eines neuen Strafrechts und eines Gesetzes zum Strafvollzug unterstützte. (1993/95). Er war der Verfasser der ersten Version des geltenden Gesetzes über die Entnahme und Transplantation von Organen von 1979, hat zu diesem Thema mit dem Gesundheitsministerium zusammengearbeitet (Vorbereitung der Verfassungsgesetze RRDD 480/1980 und 2070/1999). Zurzeit ist er Mitglied der Arbeitsgruppe dieses Ministeriums zur Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs zur biomedizinischen Forschung, dessen Zusammenfassung er persönlich vorbereitet hat. Gleichzeitig ist er im Auftrag des Justizministeriums bei der Erstellung eines Gesetzentwurfes zu Techniken der künstlichen Befruchtung beratend tätig.

Er ist Mitglied der Ethik-Kommission des Erziehungs- und Wissenschaftsministeriums (2002/05), der Nationalen Kommission für künstliche Fortpflanzung, wozu er von den autonomen Ländern (1997/2003) und vom Justizministerium (2004/-) vorgeschlagen wurde. Des Weiteren ist er Mitglied der Kommission zur Beobachtung und Kontrolle der Spenden und Verwendung von menschlichen Zellen und Gewebe (2004/ ) und Präsident der Ethik-Kommission zur Klinischen Forschung der Autonomen Region Baskenland (2005/-). Er war Präsident der Ethik-Kommission zur Klinischen Forschung im Krankenhaus im Auftrag des Gesundheitsamtes auf Teneriffa (1995/00).

Er war persönlicher Berater der Ministerin für Gesundheit und Verbraucherschutz für die Bereiche Recht und Bioethik (2005/-).Er erschien mehrmals in parlamentarischen Arbeitsgruppen des Kongresses und des Senats und gemischten Gruppen beider Häuser (5 seit 1979), wobei er Vorschläge zu Gesetzesreformen und auch Verfassungsartikeln machte.

Er ist Mitglied der Beraterkommission der Weltorganisation für das Menschliche Genom (HUGO) (2005/-).

Er hat an zahlreichen nationalen und internationalen Kongressen, Seminaren und Symposien in Spanien, Europa (A, ALB, B, CH, CZ, D, DK, F, GB, GR, HU, I, IR, N, NL, P), Asien (IND, ISR, JAP, THAI), Nordamerika (CAN, USA) und Lateinamerika (AR, BR, KO, CHI, CR, MX, PE, UR); in einigen Fällen war er Veranstalter oder Leiter.

Er hat mit der päpstlichen Akademie der Wissenschaften (Vatikanstadt) zusammen gearbeitet, bei zwei Gelegenheiten als Leiter und Vortragender (1993 und 1994) sowie als Mitherausgeber eines Buches (1996) und Mitautor (1996, 1997).

Der Spanischen Königin hat er zwei Privatvorträge über sein Spezialgebiet gehalten (1997 und 1999).

Er ist wissenschaftlicher Berater, Mitherausgeber oder Redaktionsmitglied verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften aus Spanien, Europa und Lateinamerika (22), wie auch Berater mehrerer wissenschaftlicher Vereinigungen und Einrichtungen (19).

Auszeichnungen und Ehrungen. Er erhielt eine Auszeichnung für seine hervorragende Doktorarbeit in Jura (1981), einen Preis der Königlichen Akademie für Medizin in Zaragoza (1983), den Internationalen Humanwissenschaftspreis (Barcelona, 1985) und den Preis der Fundesco de Ensayo (Madrid, 1987).

Er ist Mitglied der Königlichen Akademie für Medizin in Zaragoza.

2004 und 2006 wurden ihm die Ehrendoktorate der folgenden Universitäten verliehen: Privada de Tacna (Peru), Nationale Universität San Agustín de Arequipa (Peru), Katholische Universität Santa María de Arequipa (Peru) und Universität La Laguna (Spanien).

Veröffentlichungen. Er ist Autor, Mitautor, Herausgeber, Mitherausgeber oder Koordinator verschiedener Bücher und zahlreicher Artikel (über 200), die in verschiedenen Ländern und sieben Sprachen veröffentlicht wurden (über 60).

Unter den Büchern sind die Folgenden beachtenswert: Organtransplantationen. Bericht und Dokumentation zur Änderung der spanischen Gesetzeslage bezüglich der Transplantation von Organen (Barcelona, 1979), Der Arzt und das Strafrecht. I, (Barcelona, 1981), Der Arzt vor dem Gesetz (strafrechtliche und zivilrechtliche Verantwortung des Arztes) (Madrid, 1985), Gefahr und vorbeugendes Strafrecht (Barcelona, 1986), Die Macht der Informatik und die Rechtssicherheit (Madrid, 1988), International Encyclopaedias of Law/Medical Law. Spain (Deventer, 1994, Mitautor zusammen mit den Professoren Hernández Plasencia und Sola Reche), Das Recht und die Bioethik angesichts der Grenzen des menschlichen Lebens, (Madrid, 1994), Vom Gen zum Recht(Santafé de Bogotá, 1996; auch auf portugiesisch veröffentlicht: Sao Paulo, 1999). Die Gene und ihre Gesetze(Granada-Bilbao, 2002; auch in einer anderen Zusammenstellung veröffentlicht als Genetik und Recht, Buenos Aires, 2003; bereits genehmigt aber noch in Bearbeitung ist die deutsche Fassung – Nomos Verlag –, die englische – Bruylant, Brüssel – und portugiesische – Belo Horizonte), Die Verbrechen am Leben und der persönlichen Unversehrtheit angesichts der Genmanipulation (Granada, 2003), Die Strafrechtsveränderung in einer Welt des Umbruchs, 2 Bde. (Arequipa, 2004), Die Vergehen der Entdeckung und Weitergabe von Geheimnissen (Valencia, 2004), Gefährliches und unvorsichtiges Verhalten in der Risikogesellschaft (Granada, 2005).

Veröffentlichen auf deutsch oder englisch erschienen in Deutschland: Romeo Casabona, Aitziber Emaldi Cirión: Country Report Spain. En. “Zivilrechtliche Regelungen zur Absicherung der Patientenautonomie am Ende des Lebens -eine internationale Dokumentation” Jochen Taupitz (Ed.), Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 2000, pp.529-566; Country Report Spain “Forshsungfreiheit und Forshsungkontrolle in der Medizin” Jochen Taupitz (Ed.), Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 2000, pp.169-183; Country Report Spain “Das Menschenrechts-übereinkommen zur Biomedizin des Europarates- taugliches Vorbild für eine weltweit geltende Regelung?/The Convention on Human Rights and Biomedicine of the Council of Europe- a Suitable Model for World-Wide Regulation?”, Jochen Taupitz (ed.), Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York, 2002, pp. 521-563; Legal Perspectives in Novel Psychiatric Treatment and Related Research “Poiesis Prax (2004) 2: 315-328”, Springer-Verlag 2004, pp. 315-328; Humanbiotechnologie, Transkulturalität, Globalisierung und symbolisches (Straf-) Recht “Humanbiotechnoligie als gesellschaftliche Herausforderung”, Nikolaus Knoepffler, Dagmar Schipanski, Stefan Lorenz Sorgner (Hg.), Verlag Karl Alber Freiburg/München, 2005, pp.79-106; Das Recth am menschlichen Genom “Recht, Ethik und Ökonomie der Biotechnologie”, Editorial Beck-Verlag (presse).

Er ist stellvertretender Direktor der “Strafrechtskommentare”, die vom Verlag Tirant lo Blanch veröffentlicht werden.

Er ist der Direktor der Zeitschrift “Derecho y Genoma Humano / Law and the Human Genome”(halbjährlich, zweisprachig, 22 Ausgaben erschienen) und der Zeitschrift “Perspektiven im Recht und dem menschlichen Genom” (5 Ausgaben erschienen), wie auch der Sammelbände der Monographien des “Zentrums für Kriminologische Studien” der Universität La Laguna (1995-97), “Studien zum Strafrecht” (77 Bde. veröffentlicht) und “Bibliothek für Recht und Humanwissenschaften” (20 Bde. veröffentlicht), beide vom Verlag Comares und von den Monographien der Internationalen Professur für Recht und das Menschliche Genom (15 Bde. veröffentlicht).

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